Ingwer-Mischpulver

Als Gewürz ist der Ingwer bestens bekannt. Dafür, dass er auch Magenprobleme in den Griff bekommen kann, weniger. Diese hildegardische Mischung aus Ingwer, Galgant und Zitwer befreit und bringt den Magen-Trakt wieder in Gang.

Hildegard schreibt dazu: „Wer im Magen (Darm) an irgendeinem Schmerz leidet, der nehme dieses Mischpulver und gebe es in Wein und trinke es nach dem Essen und auch nachts, wenn er schlafen geht. So soll er oft tun und wird es im Magen besser haben.“

Anwendung:
Magenleiden, -schmerzen, Magen-/Zwölffingerdarmgeschwür, Colitis, Oberbauchbeschwerden, Verdauungsschwäche;
2-4 Messerspitzen Pulver nach dem Essen und vor dem Schlafengehen mit einem halben Glas Wein einnehmen. Bei chron. Erkrankungen wird die Kur von 2 bis 4 Monaten empfohlen. Dieses Mittel gilt als gut bewährt.

Allgemeines zu Ingwer

Ingwer ist nach Hildegard extrem psychotrop. Einer Definition des Lexikons für Psychologie lautet: Als psychotrop oder psychoaktiv bezeichnet man chemischen Substanzen, die über zentralnervöse Effekte auf Verhalten und Erleben von Menschen wirken. Zur Kategorie psychoaktiver Substanzen gehören Psychopharmaka, die wegen ihrer psychoaktiven Wirkungen therapeutisch eingesetzt werden.

Hildegard sagt, dass Ingwer in die Psyche des Menschen eingreift und das ist nicht immer zu seinem Nutzen.

Ingwer zu essen schade demnach einem gesunden und beleibten Menschen, weil er diesen unkonzentriert, vergesslich und täppisch sowie lasziv mache. Was den Menschen zum Menschen macht ist Rationalität. Und diese gehe durch den Übergenuss verloren.

Ingwer ist für Gesunde nicht geeignet, sehr wohl aber für Kranke: Durch seine aromatischen und ätherischen Öle verleiht er pharmakologisch eine krampflösende und auf das Herz anregende Wirkung. Er senkt Cholesterin und wirkt antimikrobiell (gegen Mikroorganismen wirksam), antifungal (gegen Pilze wirksam) und zytostatisch (Zellwachstum hemmend). Deshalb ist Ingwer auch Bestandteil des Wasserlinsenelixiers zur Vorsorge u.a. gegen die Präkanzerose. Aufgrund klinischer Studien ist er bei Gastritis, Appetitmangel und Reisekrankheit auch vom Bundesgesundheitsamt als unbedenklich eingestuft.

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