Bärwurz-Birnhonig-Mischpulver

Hildegard von Bingen schreibt:

„Nimm aber Birnen und zerschneide sie und wirf ihre Kerne weg und koche sie dann stark im Wasser und zerquetsche sie zu Brei und nimm Bärwurz und weniger Galgant als Bärwurz und weniger Süßholz als Galgant und weniger Pfefferkraut als Süßholz; oder wenn du keine Bärwurz hast, nimm Fenchelwurzel und pulverisiere dies und mische diese Pulver zusammen und lege sie in mäßig erwärmten Honig und füge die vorgenannten Birnen bei und mische es unter heftigem Rühren zusammen, das heißt treibe es zusammen, und tue es in eine Büchse und iss täglich nüchtern einen kleinen Löffel voll, nach dem (Mittag-)Essen zwei Löffel und abends im Bett drei Löffel.
Und das ist die beste Latwerge und kostbarer als Gold und nützlicher als das reinste Gold, weil es die Migräne wegnimmt und die Dämpfigkeit (Kurzatmigkeit) mindert, welche die rohen Birnen in der Brust des Menschen verursachen. Und alle üblichen Säfte, die im Menschen sind, vernichtet sie und reinigt den Menschen so, wie ein Geschirr vom Schmutz gereinigt wird.“

Anwendungsgebiete:
Entgiftungskur, Darmsanierung, Polyarthritis, Migräne, Kurzatmigkeit, Universalmittel zur (Blut-) Reinigung, zum Ausleiten von Fehlsäften (Rheuma, Gicht)

Anwendung:
Für eine 3 – 4 Wochen-Kur:
1 kg Birnen (Kerngehäuse entfernen!) in Viertel schneiden, weich kochen, Wasser entfernen und Birnen zu Brei verarbeiten, 6 – 7 Esslöffel Honig erwärmen und ca. 70 g Bärwurz-Birnhonig-Mischpulver zugeben und einrühren, Alles zusammen vermischen und nochmals aufkochen, in Gläser füllen und abkühlen lassen (verschlossene Gläser im Kühlschrank lagern)
Einnahme: 1 Teelöffel morgens nüchtern, 2 nach dem Mittagessen, 3 zum Schlafengehen (Birnhonigmus vorab im Mund anwärmen lassen, nicht kalt schlucken!) Die Kur kann auch mehrmals wiederholt werden.

Tipp: Verwenden Sie bei der Zubereitung Bio-Birnen, dann können sie auf das Schälen der Birnen verzichten.

Wichtiger Hinweis: Diese Birnhonig-Kur sollte am Beginn aller Behandlungen von chronischen Leiden stehen

Bildquelle: wikimedia.org, Hermann Schachner

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