Eisenkraut

Hildegard von Bingen schreibt:

„Wo bei Wunden (Verletzungen) oder durch Infektionsherde (Würmer) vereiterte Fleischpartien im Menschen entstanden sind, da koche Eisenkraut in Wasser, bedecke die Eiterstellen mit einem leinenen Tuch, und wenn vom gekochten Eisenkraut das Wasser abgedrückt ist, lege es warm über das Tuch auf den Eiterherd. Wenn es trocken geworden ist, erneuere es in gleicher Weise mit anderem (gekochtem) Eisenkraut. Mache das so lange, bis diese Eiterung beseitigt ist.
Und wenn jemand im Kehlkopfbereich anschwillt, der koche Eisenkraut leicht in Wasser und binde dieses so lauwarm über seine Kehle mit einem Verband fest. Das soll er machen bis die Geschwulst vergeht.“

Anwendungsgebiete:
bei Entzündungen aller Art feuchte Eisenkrautumschläge (z. B. Schleimbeutelentzündung, Brustdrüsenentzündung), infizierte Lymphdrüsenschwellung, Herpes Zoster, Kropf, Abszess, Furunkel, Nervenentzündung, Nervenschmerzen, Tennisarm; Eitrige Wunden, schlecht heilende Wunden

Anwendung:
Umschläge: Je nach betroffener Körperstelle 20 bis 50 g Eisenkraut in Wasser kochen, abseihen und in (steriles) Leinen (oder Baumwolle) einschlagen und auflegen bzw. festbinden. Mehrere Umschläge hintereinander bereiten (jeweils mit neuen Eisenkraut);
In der Praxis haben sich diese Umschläge sehr gut bei Entzündungen bewährt.
Eisenkraut-Tee: 1 TL Eisenkraut mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und mind. 5 Minuten ziehen lassen. (Auch als Mundspülung geeignet)

Kombination:
Schafgarben-Umschläge, Schafgarbenpulver, verschiedene Hildegard-Salben (z.B. Veilchensalbe);

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