Leinsamen-Salbe (Gel)

Hildegard von Bingen schreibt:

„Der Lein ist warm und taugt nicht zum Essen. Aber wer in der Seite Schmerzen hat, der koche Leinsamen in Wasser und er tauche ein leinenes Tuch in jenes warme Wasser ein und ohne jenen Samen lege er das Tuch oft auf seine Seite, und jener Schmerz, obwohl er stark ist, wird etwas gemildert und lässt nach. Und wer irgendwo an seinem Körper vom Feuer gebrannt wurde, der koche stark Leinsamen in Wasser und er tauche ein leinenes Tuch ins Wasser und lege es warm auf jene Stelle, wo er gebrannt wurde, und es zieht die Verbrennung heraus.“

Anwendungsgebiete:
Sonnenbrand und Verbrennungen, Verbrühungen, Hautrötungen, empfindliche Haut, Gürtelrose, fettfreie Hautpflege, Seitenschmerzen (Blinddarmentzündung, Niere-, Leber-, Galleschmerzen)

Anwendung:
Bei Verbrennung schnell mit kaltem Wasser kühlen. Danach Leisamen-Salbe (Gel) auftragen, wiederholt erneuern, auch über Nacht anwenden

Gerade bei leichteren Verbrennungen (z. B. im Haushalt) hat sich die Leinsamen-Salbe (Gel) sehr gut bewährt. Sie sollte im Haushalt nicht fehlen.

Hinweis: Wird der Umschlag (wie im Hildegard-Text beschrieben) mit einem Leinen-Tuch gemacht, so ist darauf zu achten, dass das Leinentuch beim Auftrocknen nicht an der betroffenen (Haut-)Stelle anklebt (feucht halten und vorsichtig entfernen)

Bildquelle: wikimedia.org, Agnieszka Kwiecień, Nova

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