Pfaffenhütchen

Hildegard von Bingen schreibt:

„Das Pfaffenhütchen ist mehr kalt als warm und bezeichnet die Freigiebigkeit und hat eine Art von Glück in seiner Natur.

Und der Mensch, der die Wassersucht hat, ziehe die Rinde dieses Baumes ab und zünde sein Holz, das innen ist, am Feuer an und davon mache er Asche, ohne andere Asche beizufügen. Und diese Asche lege, in ein Tuch gebunden, in reinen und guten Wein, nämlich vom Morgen bis zum Mittag. Und dies trinke (der Kranke) oft nüchtern und jene Krankheit in ihm verschwindet.

Aber wer in der Milz Schmerzen hat, der koche die Frucht, die an diesem Baume wächst, in reinem Wein und seihe ihn durch ein Tuch. Und nach dem Essen trinke er ihn oft und seine Milz wird geheilt werden.

Und wen die Würmer im Bauch annagen, und wer unter Stechen im Bauch leidet, der trinke diesen Trank oft, und er wird sich besser fühlen.“

Zusammenfassung:
Ein erprobtes Mittel bei Wassersucht, Selbstherstellung (meist) notwendig

Anwendungsgebiete:
Wassersucht, Milzschmerzen, Würmer im Bauch, Bauchstechen

Bildquelle: wikimedia.org, author unknown

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