Schafgarbenkraut

Schafgarben-Umschläge gelten als Klassiker für die äußerliche Wundbehandlung. Pulverisiert, hilft es zur inneren Heilung.
Hildegard von Bingen schreibt:
„Wer eine innerliche Verletzung erlitt, der pulvere die Schafgarbe und trinke dieses Pulver im warmen Wasser. Wenn es schon besser geht, trinke er das Pulver in warmen Wein bis zur Heilung“
Zur Wundbehandlung: „Nach dem Reinigen der Wunde, Schafgarbe leicht in Wasser kochen und das Wasser etwas ausdrücken und sie noch warm zart über den Verband binden, der auf der Wunde liegt, und so nimmt es der Wunde das Eitern und Geschwürig werden und heilt die Wunde. So verfahre man oft, solange als nötig. Wenn sich die Wunde zusammenzieht und zu verheilen anfängt, dann kann man den Verband entfernen und die (gekochte/warme) Schafgarbe direkt auf die Wunde legen und sie heilt noch komplikationsloser und vollkommener“
Anwendungsgebiete:
Wundheilung, Verletzungen, vor und nach Operationen, innere Entzündungen
Anwendung:
Innerliche Anwendung:
Tee: 1 TL Schafgarbe mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und ca. 5 Minuten ziehen lassen
Pulver gegen innere Entzündungen und als Operationsschutz: 1/2 bis 1 TL Pulver mit 200 ml warmen Wasser aufrühren und täglich trinken (z. B. 5 Tage vor und 10 Tage lang nach einer Operation)
Äußerliche Anwendung zur Wundheilung:
Als Umschlag (siehe Hildegard-Text oben).
Tipp: Entzündungen vorab mit Eisenkraut-Umschläge behandeln.
