Ulme

Hildegard von Bingen schreibt:
„Die Ulme hat sommerliche Wärme, weil sie weder sehr warm noch sehr kalt ist, sondern richtig gemischt.
Und wer von der Gicht geplagt wird, soll von ihrem bloßen Holz ein Feuer anzünden und sich sogleich am Feuer wärmen. Und die Gicht wird zur Stunde weichen.
Aber wenn einer so mit Gicht geschlagen ist, dass seine Zunge beim Sprechen versagt, lege junge und frische Blätter dieses Baumes in kaltes Wasser und gib es ihm zu trinken, und die Gicht in seiner Zunge wird weichen und er wird die Sprache wieder erlangen.
Und wer Anfälle in seinem Körper hat, das heißt (auch) Apoplexie, der trinke dieses Wasser mit den Blättern oft so gemäßigt, und die Anfälle werden verschwinden.
Aber wer nur von dem Holz ein Feuer entzündet und damit Wasser wärmt und in jenem Wasser badet, der entfernt die Bosheit und den bösen Willen, das heißt die üble Gesinnung, von sich, und (das) gibt ihm Wohlwollen und macht seinen Sinn fröhlich.
Aber der Baum hat gewisses Gedeihen in seiner Natur, so dass die Luftgeister durch sie ihre Trugbilder und Schädigungen und Täuschungen im Zorn und in vielen Streitigkeiten nicht bewirken können.“
Zusammenfassung:
Apoplexie bezeichnet eine plötzliche Durchblutungsstörung eines Organs. In jedem Fall ein interessanter Hinweis. Eventuell auch für Schlaganfallpatienten.
Anwendungsgebiete:
Gicht, Gicht mit Versagen der Zunge, Anfälle (Durchblutungsstörungen), Gemüt
Bildquelle: wikimedia.org, Bärbel Miemietz
